10 Cloverfield Lane

Boah, wie cool ist das denn. Drinnen und draußen gefährlich. Muahahaha.

Ich hab ja schon eine Weile mit dem geliebäugelt, weil der „Vorgänger“ *hust* schon so cool war. Und dann kam er in die Kinos, und ich denke mir, warte noch, der kommt auch auf DVD / Amazon, und ich warte, und er lässt sich Zeit, und ich vergesse ihn. Aber jetzt, jetzt war er dran, und ich kann sagen, es hat sich gelohnt – das Warten.

Das Erbe

2008 hat Abrams Found Footage Film Cloverfield mit einer viralen Marketingkampagne so manchem Blockbuster die Show gestohlen. Das clevere Spiel zwischen privatem, lange Zeit unwissenden Rahmen und globaler Katastrophe zog einige Zuschauer in seinen Bann. Die Kritiken waren zwar gemischt, das hat dem finanziellen Erfolg aber nicht grundlegend geschadet.

Nun legte Trachtenberg 2016 mit „10 Cloverfield Lane“ nach, der zwar stark nach Fortsetzung riecht, der vom Setting, den handelnden Personen und den Grundkonflikten aber doch anders gelagert ist. Ob es überhaupt vor dem gleichen Szenario spielt, bleibt bis auf vage Hinweise fast bis zum Schluss offen.

Nun kam ich endlich dazu, mir diesen Film anzusehen, und war sehr begeistert. Wieder spielt die Story mit dem Konflikt zwischen Unwissenheit und äußerer Bedrohung, allerdings kommt hier die Bedrohung im möglicherweise sicheren Hafen hinzu, so dass die Protagonist zwischen äußerer und innerer Gefahr eingequetscht wird. Dabei bewegt sich das Geschehen die meiste Zeit in einer Handvoll Räume, die eigentlich Schutz gegen eben jene Bedrohung bieten sollen. Von der ersten Minute an wird jedoch klar, dass die dicken Stahltüren nicht nur aus- sondern auch einsperren. Handelnde Charaktere nehmen mal die gute und mal die böse Seite ein, der Zuschauer wird am Nasenring seiner Erwartungen durch den Plot geführt, und es macht ihm (mir) auch noch Spaß.

Wer große Action erwartet oder einen Film zum gemütlichen Abschalten, der wird wohl eher woanders fündig. Der Film ist nicht schwer verdaulich, lebt aber vom Interesse des Zuschauers an den Geschehnissen auf dem arg begrenzten Schauplatzes (fast schon bühnenfähig). Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber für Genrefreunde bestimmt einen Blick wert.

Noch was?

IMDB.COM: 7,2 / 10 (Link)

rottentomatoes: 79% (Link)

 

Bildzitat: Paramount Pictures (Link)

 

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