Wie schwer kann das sein – Dienstleistungen Next Generation

Wo Dienstleistungen noch richtig Arbeit machen

Es gibt doch dieses herrliche Menge an nicht sooo anspruchsvollen Aufgaben (=Dienstleistungen), die einen fleißigen Aufgaben-Erfüller (=Dienstleister) gefunden haben um dann geduldig ihrer Erledigung zu harren. Und der Leistungsempfänger – in dem Fall ich, der Kunde – freut sich schon wie Socke auf den Abschluss der Aufgabe. Und ich denk mir: You had one f..ing job.

Das Beispiel kann noch etwas gewürzt werden, wenn diese oder ähnliche Aufgaben vorab schon ganz ganz oft völlig problemlos erledigt wurden. Nur eben .. diesmal .. leider nicht. Da muss vorweggeschickt werden, dass das hier kein Plädoyer gegen alle Damen und Herren der Logistikbranche werden soll. Es geht tatsächlich nur um die wenigen, mit denen ich hier zu tun hatte. Das reicht aber auch.

Der Ofen

Es geht um die Lieferung eines Küchenofens. Also kein Heizofen mit langem Ofen-Rohr, sondern ein Backofen. Ein moderner, denn der alte ist eben schon ein wenig alt und es gelangt wohl mehr Hitze in die Küche als an das Gargut. Nun ja, gesagt getan, ein bisschen recherchiert, drüber geschlafen, Elektroanschluss vorab geklärt, noch mehr drüber geschlafen, und dann schließlich .. bestellt.

Und dann herrschte Stille. Eine Woche, dann zwei, dann drei. Und ich denke mir, hey – Onlinehändler meines Vertrauens, sonst kommen doch alle Bestellungen – ob groß ob klein – innerhalb weniger Werktage bei mir an, warum diesmal nicht? Da der vertraute Händler meine Gedanken nicht lesen kann, entschied ich mich kurzerhand dazu eine Nachricht an den Versender (=! Händler) zu schicken.

Dieser antwortete, ich solle dringend Kontakt mit einem Spediteur aufnehmen. Nun denke ich mir, der Händler schickt mich zum Versender, der schickt mich zum Spediteur – und bisher keine Antwort wo meine Ware bleibt. Na gut.

Ja wo ist er denn?

Also Anruf beim Spediteur. Der meint nach 12-maligem Klingeln, der Chef würde grad sprechen, ich soll doch bitte in 30 Minuten nochmal durchklingeln. Mach ich natürlich gern, nur leider nimm dann keiner mehr ab. Ich also wieder zum Versender, mit der Information ich könne den Spediteur nicht erreichen.

Der bittet mich dann um Kontaktdaten, und als ich ihm diese schickte, meint er plötzlich ich solle mich beim Spediteur melden (gab wohl Wachwechsel im Callcenter). Ich denke mir §$J“§)§ und rufe noch einmal beim Spediteur an. Der war diesmal erreichbar, und gab mir in ordentlichstem Miesepeter-Slang zu verstehen, er hätte morgen Vormittag noch Zeit für die Auslieferung. Ja, sage ich, gern.

Also kommt er (ich bin schon ganz aufgeregt als ich ihn vor dem Haus vorfahren sehe), er ruft mich an, ich beschreibe ihm wie er am Besten an die Eingangstür kommt, er fragt ob ich schon da sei (???), ich bejahe das, und er bringt die Palette hoch, und auf ihr steht: mein Backofen! *yesss*

Da!

Der Herr von der Spedition macht nicht viel Federlesen, zieht den Ofen allein (!) von der Palette (Höhe 11cm *hust*), schnappt sich seinen Hubwagen und geht. Ich denke mir so – äh – wie krieg ich das Ding jetzt alleine rein, und rufe noch so hinterher „Können Sie mir hier noch kurz helfen“, was er ebenso kurz angebunden verneint. Nun gut, selbst ist der Kunde, ziehe ich das Ding über Absatz und Treppen und Parkett (*argh*) aus dem freien in die Wohnung.

Schreibe eine böse Mail an den Versender, er soll doch mal ein ernstes Wörtchen mit seinem Spediteur reden. Die Antwort kommt prompt, es sei doch eigentlich alles gut gelaufen, man konnte mich eben nicht erreichen. Ich gehe in mich, finde einen einsamen Anruf auf meinem seit Jahren verwaisten Festnetztelefon, denke mir meinen Teil und spare mir sogar die im Rahmen der Eskalation angedrohte Bewertung.

Aber der Beitrag hier, der musste sein.

Also finde auch ich sehendes Kunden-Huhn ab und zu mal kein Korn, auch wenn ich mir ganz doll Mühe gebe.

Trotzdem die Hoffnung nicht fahren lassend,

schmasch

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