Flesh and Bone

Beinhart und irgendwie surreal.

Das war tatsächlich mal was, was ich mir allein angeschaut habe. Nicht zuletzt deswegen, weil im hektischen Alltag nicht so viel Zeit für mehrere Serien-Binges mit Frau Schmalzschnitte bleibt, und die vorhandene Zeit fast vollständig durch Hank-Med konsumiert wird. Das Fräulein Schmalzschnitte hingegen hätte sicher Interesse am Ballett, ist aber zu jung für diese Black-Swan-Teile von filmischer Darstellung. Naja, da muss ich halt alleine ran. Und es hat mich – wie der filmische Vorgänger mit Mrs. Portman wieder erfolgreich gepackt, cooles Teil.

Mühsam entwickelt sich das Serien-Hörnchen

Serien haben in den letzten 10-15 Jahren generell einen enormen Sprung gemacht, was Produktionsqualität und thematische Tiefe und Breite angeht. Um sich heute noch abzuheben müssen immer speziellere Themen her, und genau das tut der Bezahldienst Starz mit seiner 2015 erschienen Mini-Serie „Flesh and Bone“.

Angeführt von der zauberhaften Sarah Hay tanzt sich die Serie in 8 Folgen durch Liebe, Verrat, Qual und Sex. Thematisch wird also einiges geboten, das geht natürlich auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Einzelne Themenbereiche werden – erwartungsgemäß – nur angeschnitten, die Hauptkonflikte aber werden aufgelöst. Der Anschnitt soll bei einer Pilotserie natürlich immer Lust auf mehr machen, im Fall von „Flesh and Bone“ hat das jedoch leider nicht funktioniert. Die Serie wurde zwischenzeitlich abgesetzt.

Leider deshalb, weil für mich Cast und Plot ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Duo bildeten, die mich durchgängig an den Bildschirm fesselten. Sei es die schüchterne und tiefgründige Protagonistin, ihr undurchsichtiger Bruder, der schrullige Obdachlose oder der narzistische Chef – alle Charaktere besitzen genug Tiefe um zu interessieren, und sind überzeugend gespielt.

Für ein paar Abende (es gibt 8 Folgen je 1h) also wirklich empfehlenswerte Unterhaltung, wenn man nicht auf Explosionen und fliegende Autos besteht.

Noch was?

IMDB.COM: 8,0 / 10 (Link)

rottentomatoes: 60% (Link)

 

Bildzitat: Sony Pictures (Link)

 

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