Frozen

Nachts hört dich keiner zittern.

So richtig sind Frau Schmalzschnitte und ich ja nicht die Fans der harten Unterhaltung. Ich vielleicht noch ein wenig mehr, aber auch bei mir ist die Grenze meines individuellen Geschmackserlebnisses schnell erreicht. Manchmal aber, da packt es uns, und wir trauen uns mal was. Meist bereuen wir es danach, oft weil es doch zu derb war, und manchmal weil es einfach ein schlechter Film war. Aber der hier ist gar nicht so übel. Zumindest wenn wir ab und an ein paar unserer Augen zudrücken. Und das ist sogar metaphorisch gemeint.

Nicht so übel

Eine ebenso banale wie interessante Prämisse hat Adam Green für einen Film verwendet: drei Jugendliche – wie man es in ihrem jugendlichen Leichtsinn erwartet – mogeln sich (eigentlich nach Dienstschluss) in letzter Minute noch auf einen Sessel-Lift, der eigentlich gerade schließen sollte. Durch eine Verkettung ungünstiger Umstände werden sie auf dem Lift vergessen, und die Liftbetreiber schalten die Anlage ab bevor die drei den Lift verlassen konnten.

Ungünstigerweise ist der Lift für mehrere Tage nicht in Betrieb, so dass sie auf sich selbst angewiesen sind.

Luftige Höhen, nur in nicht erquicklich.
Luftige Höhen, nur in nicht erquicklich.

Die Ausführung ist wirklich solide, und damit taugt der Film dank 1-2 Schockmomenten als angenehme Abendunterhaltung. Ein wenig Blut ist zu sehen, aber nicht mehr als zur Verdeutlichung der teils drastischen Ereignisse nötig ist. Die Charaktere sind nicht sehr tiefgreifend angelegt, der Film trägt jedoch auch so. Da die ganze Anlage ein Spiel auf Leben und Tod darstellt, und die Gefangenschaft auf dem Skisessel klaustrophobisch anmutet (vor allem da auch dieser scheinbar nicht sehr solide ist), fragt man sich schnell wer von den dreien da eigentlich wieder rauskommen soll.

Naja, die Dialoge bringen einen auch manchmal zum Zittern.
Naja, die Dialoge bringen einen auch manchmal zum Zittern.

Schwäche des Films sind die teils sehr durchwachsenen Dialoge, und die ein oder andere unlogische Randbedingung muss man einfach schlucken, damit der Film funktionieren kann. Wer sich darauf einlassen kann, und nicht zu viel über Hintergründe nachdenken muss, sondern auch mal unkritisch genießt, dem seien die gut 90 Minuten Unterhaltung ans Herz gelegt.

Nach wie vor denke ich noch ein bisschen an „Die Beine, der Winkel der Beine!“.

Noch was?

IMDB.COM: 6,2 / 10 (Link)

rottentomatoes: 46% (Link)

 

Bildzitat: Universum Film (Link)

Bildzitat: Universum Film (Link)

Bildzitat: Universum Film (Link)

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