Life

Life zeigt, dass den Menschen nur eines wirklich zu Fall bringen kann: seine eigenen Ambitionen.

Life handelt – wie man dem Trailer unschwer entnehmen kann, vom Urtraum der Menschheit: wir sind nicht allein. Mitte des letzten Jahrhunderts stellte sich aufgrund von Theorien und Beobachtungen schnell Ernüchterung ein. Das All ist riesig, und unsere Nachbarn sind offensichtlich nicht sehr nah.

Erstens kommt es anders

In Daniel Espinosas „Life“ wird dann unverhofft aber doch etwas gefunden, was weiteres Leben in unserem Sonnensystem bezeugen kann. Dieser Beweis kommt mit einer Probe vom Mars, und wie muss ein Lebewesen wohl beschaffen sein, was in diesen extremen Bedingungen überleben kann? Genau, ziemlich zäh.

Horch was kommt von draußen rein? Life.
Horch was kommt von draußen rein? Life.
Diesen teils imposant skizzierten Ausgangspunkt entwickelt Espinosa schnell zu einer Menschheits-Euphorie nebst Namensgebung für den kleinen süßen Außerirdischen. Dann wird es zu einer dicken Sorgenfalte auf der Stirn des betreuenden Wissenschaftlers. Im längsten dritten Abschnitt des Films wird es dann schließlich zu einer klaustrophobischen Apokalypse-Horrorvision wie sie kaum irgendwo so eindrucksvoll spielen kann wie im All. Denn wenn die dicken Wände, die unser Überleben in einer solchen Station sichern sollen, vom Schutzwall zur Gefängnismauer werden, dann bleiben die wenigsten Gemüter unbeeindruckt.

Visuell wirklich sauber präsentiert, schauspielerisch oberes Mittelmaß, und in der Geschichte teils vorhersehbar und teils im Twist, hat dieser Film alles was es zu einem guten Popcorn-Abend braucht. Hier knallt es ordentlich, hier wird gegruselt und geekelt – der Trailer ist da noch recht sanft, also seid ihr hiermit gewarnt. Alles in allem sicher kein neuer Interstellar, weiß dieser Film trotzdem gut zu unterhalten.

Und darum geht es ja schließlich, nicht wahr? 😉

Noch was?

IMDB.COM: 6,9 / 10 (Link)

rottentomatoes: 60% (Link)

 

Bildzitat: Sony Pictures (Link)

Bildzitat: Sony Pictures (Link)

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