Beholder

Eye of the beholder – im wahren Sinn des Wortes.

„Was du nicht willst, was man dir tu, .. “ – nach diesem einfachen Grundprinzip kann das grundlegende Moralverständnis ganzer Bevölkerungsteile funktionieren. Urteilen ist leicht, vor allem dann, wenn es andere betrifft.

Wie ist das so als Schurke?

Beholder bringt nun etwas Licht ins Dunkel der anderen Seite, in diesem Fall, in die Wirkmechanismen eines repressiven Staats. Das ist zuallervorderst hübsch anzuschauen, die Grafiken sind liebevoll gestaltet, die Animationen gehen in Ordnung, den abstrakten Tintenklecksfiguren kann man Stimmungen und Verrichtungen ausreichend gut ansehen. Gleiches gilt für die Musik, unauffällig, passend, alles gut.

Sieh was schaut von draußen rein?
Sieh was schaut von draußen rein?

Was wirklich spannend ist, ist die Hintergrundstory, also das was hinter dem Offenbaren (Geschichten von mal mehr, mal weniger vielschichtigen Hausbewohnern) erzählt wird. Wie abstrus können Regeln werden, die ein totalitärer Staat sich einfallen lässt um einerseits unliebsame Bürger loszuwerden und andererseits den Rest in Schach zu halten? Welche Methodik muss er anwenden um die Einhaltung zu erzwingen? Und was geht in den Helfern vor?

Wirklich interessante Fragen, die Beholder stellt und zumindest teilweise auch beantwortet. Am Ende geht es nur bedingt um das Spiel und seine Mechaniken, und auch nicht um die insgesamt recht (je nach Verlauf) flache Hauptstory. Es geht um das Gefühl unter solcher Repression zu leben, und in diesem Kontext Entscheidungen für sich und andere zu treffen. Und das macht es wirklich sehr gut.

Noch was?

metacritic.com: 75 (Link)

 

Bildzitat: Warm Lamp Games (Link)

Bildzitat: Warm Lamp Games (Link)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.