Nerve

Wenn du deinen Traum lebst, und alle Welt schaut zu? Nur Unterhaltung?

Nicht schlimm, denken sich landauf landab Menschen jeder Altersgruppe und zeigen online was das Zeug hält: Erfolg, Beliebtheit, Spaß. Wichtig ist nicht wie tief die Welt ins eigene Leben blicken kann, sondern nur dass sie gefälligst nur Sachen sieht die „rocken“.

Wie dieses sehr verbreitete (und noch recht junge) Zeige-Phänomen in Zeiten des User-generierten Content ins Extrem umschlagen kann, zeigen Henry Joost und Ariel Schulman in Ihrem Thriller „Nerve“ nach einem Roman von Jeanne Ryan.

Mr. Mad Max – alles für die  Unterhaltung

Um nicht zu viele Worte über die Handlung zu verlieren, nur kurz zur Wirkung: Nerve geht nahe, auch und gerade jenen die eigentlich sehr Medien-affin sind. Die Regisseure verstehen es sehr gut über den Footage-Stil und die lebensnahen, überzeugend agierenden Hauptdarstellern fast durchweg Spannung zu erzeugen.

Die Zuschauer im Film und die Zuschauer des Films sind im Verlauf nur noch schwer auseinanderzuhalten. Vor dem Fernseher erliegt man dem Voyeurismus genauso wie jene im Fernseher, und distanziert sich erst sehr spät und bei wirklich drastischen Szenen von der gierigen Masse im Film und von seiner eigenen Sensationsgier. Wer während des Films abgeschalten hat, der werfe den ersten Stein.

Insgesamt sehr gut gelungen, und dank der Tatsache dass alle gezeigten Technologien schon heute problemlos verfügbar sind, äußerst nachdenklich machend.

Ich jedenfalls fühlte mich sehr gut unterhalten.

Noch was?

IMDB.COM: 6,6 / 10 (Link)

rottentomatoes: 68% (Link)

 

Bildzitat: Lionsgate (Link)

Bildzitat: Lionsgate (Link)

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